Theorie 2: Wissenschaftsgeschichte und digitale Methoden. Eine datengestützte Untersuchung zu wissenschaftlichen Öffentlichkeiten

DHd-2015:

Matrin FECHNER gibt in seiner Präsentation auf der DHd ein Beispiel dafür, wie Daten für wissenschaftsgeschichtliche Fragestellungen gesammelt, geordnet und verwendet werden können. Die beiden Themen, die Spektralanalyse und der Laser, zu denen in wissenschaftlichen Publikationen und Zeitschriften in einem Zeitraum von 10 Jahren Metadaten gesammelt und ausgezeichnet wurden, dienen als Grundlage der Forschungsfragen. Metadaten die aus solchen Quellen bezogen werden können Sprache, Verlagsort, Autoren oder dergleichen umfassen. Notwendig für eine solche Herangehensweise sind Überlegungen welche Werkzeuge man dafür verwendet, um sowohl brauchbare, wie auch transparente Ergebnisse zu erhalten. Welche Sprache, welche Datenbank, welche Methoden werden verwendet um Daten aus den Quellen herauszuziehen, wo können Detailanalysen durchgeführt werden? Neben diesen Herausforderungen ist auch die Recherche nicht unproblematisch, da in den Katalogen in denen die Publikationen oder Zeitschriften gelistet sind, schlichtweg fehlen oder fehlerhaft sein können. Welche Erkenntnis lässt sich nun aus diesen gesammelten Daten extrahieren? Beispielsweise können so Konsistenzen oder Veränderungen der wissenschaftlichen Kommunikationsstrukturen und der Wissenschaftsorganisation in diesem Zeitraum, zu spezifischen Forschungsgebieten erkennbar gemacht werden. So sind England und Deutschland Forschungsräume zu diesen Themen die konsistent bleiben, wo hingegen Räume wie Spanien oder Österreich in der Erforschung des Lasers kaum bis nicht vorkommen bzw. neue Räume wie die USA oder die UdSSR im Laufe der Zeit stärker gewichtet vorzufinden sind.

Ein sehr interessanten und recht anschaulicher Vortrag, der ganz im Sinne der Tagung steht und an einem Beispiel exemplifiziert, wie die DH für die Geschichtswissenschaften ein Bündel an Werkzeugen und Methoden liefern kann, die Erkenntnisse aus großen Quellenbestände erzeugen kann, die ansonsten schwer erreicht werden können. Ganz zentral, und auch dies wird klar hervorheben, die Anwendung der Werkzeuge muss „richtig“ und nachvollziehbar vonstattengehen

-Christopher

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